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Informieren - Beobachten - Atomtransporte stoppen!

Kategorie: Info (Seite 3 von 4)

StenaLine transportiert weiter Brennelemente

Die Reederei StenaLine (früher ScandLines) lässt über die Fährlinie Rostock-Trelleborg neben Passagieren und Autos auch LKW mit radioaktivem Material an Bord.

Nach Protesten und öffentlicher Berichterstattung sind 2015 zwar die Transporte mit Uranhexafluorid eingestellt worden – dafür werden aber umso mehr Brennelemente befördert. Weiterlesen

Hamburger Senat lügt zu Atomtransporten

Im Südwest-Terminal des Hamburger Hafens wird regelmäßig radioaktive Fracht umgeschlagen. Auf Grund eines aktuellen Atomtransportes wurden Atomkraftgegner*innen erneut aufmerksam auf die Firma C.Steinweg. Sie entdeckten unter anderem Container mit Uranerzkonzentrat, die nach Angaben des Hamburger Senats bereits abtransportiert wurden.

Am Montag, den 14.7. wurde ein Transport von Uranerzkonzentrat aus Kasachstan zur Weiterverarbeitung im französischen Narbonne in Hamburg umgeladen. Mehrere Container wurden von der Wasserschutzpolizei beanstandet, vier wurden mit einem Transportverbot belegt, da ihre Zulassung für Gefahrguttransporte (CSC-Plakette) abgelaufen war. Auf Nachfrage führte der Hamburger Senat aus, dass sie noch am gleichen Tag geprüft und freigegeben wurden und schrieb „Sie wurden mit der Bahn zu dem nächstmöglichen Termin abtransportiert.“ (Drucksache der Hamburger Bürgerschaft 20/12462 vom 30.7.2014)

Am frühen Mittwoch morgen legte die „Sheksna“ nach tagelangen Verzögerungen auf See erneut am Süd-West-Terminal an. Sie fuhr auf Grund des Anti-Atom-Camps am Nord-Ostsee-Kanal den langen Umweg um Dänemark herum. Es wurde beobachtet, dass 18 Container mit der UN-Nummer 2912 (gültig für Uranerzkonzentrat) entladen wurden. In diesem Zuge wurden auch die alten Container wieder auf dem Gelände der Firma C.Steinweg entdeckt. Offensichtlich wurden sie also nicht weiter transportiert, sondern lagern seit einem Monat im Hamburger Hafen.

„Uranerzkonzentrat ist der Ausgangsstoff, aus dem nach den Zwischenverarbeitungsschritten der Konversion und der Anreicherung schließlich die für den Betrieb von Atomkraftwerken benötigten Brennelemente hergestellt werden. Dies nehmen wir zum Anlass unsere Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen weltweit zu bekräftigen. Der Hamburger Hafen muss für Atomtransporte entwidmet werden und die Transporte unter anderem durch den Nord-Ostsee-Kanal müssen gestoppt werden.“ so eine Teilnehmerin des Anti-Atom-Camps.

Mehr Informationen und Bilder:
https://antiatomcamp.nirgendwo.info/2014/08/13/uranerzkonzentrat-im-hamburger-hafen/

Info-Veranstaltung in Schüttorf und neue Aufkleber

Neue Aufkleber sind angekommen – auch schon an den Transportstrecken von Urantransporten. (Das Bild ist vom Nord-Ostsee-Kanal.) Gegen Spende könnt ihr die Aufkleber per Mail unter aufkleber(ät)nirgendwo.info bestellen.

Außerdem gibt es am 12.2. um 19:30 in der Mensa der Oberschule, Karlstraße 5 in Schüttorf eine Informationsveranstaltung über Atomanlagen und Atomtransporte in der Region.

Im Flyer dazu heißt es: „Atomanlagen? Gibt es doch nicht in Schüttorf, Bad Bentheim, Salzbergen oder Rheine – und trotzdem haben die Städte in unserer Region eine ganze Menge damit zu tun. Die Bentheimer Eisenbahn führt nahezu wöchentlich risikoreiche Uranhexafluorid-Transporte von und nach Gronau durch. Über die naheliegende  A31 fahren LKW mit Uran und Brennstäben von und nach Lingen und wirklich weit weg sind die … [weiter lesen nicht möglich wegen Datenverlust 2015]

Unfall mit Atomfrachter auf der Ostsee – neue Transporte erwartet

Update 22.10.:  Der Skipper der Yacht beschuldigt in den Medien inzwischen den Uranfrachterkapitän Seefahrtsregeln missachtet und so die Kollision verursacht zu haben.

Update 21.10.: Es waren zwei Container mit Urandioxid an Bord, die mit ziemlich großer Sicherheit nach Lingen gebracht worden sind.

Am Freitag ist vor Rügen ein Frachter der Reederei Northern Shipping Company, die Mikhail Lomonosov mit einem Segelschiff kollidiert. Einige Anti-Atom-Initiativen verfassten auf der Anti-Atom-Konferenz in Hamburg dazu unten stehende Pressemiteilung. Der Frachter wird morgen früh in Hamburg erwartet, in der Vergangenheit hatte er öfter Uranhexafluorid oder Urandioxid für die Brennelementefabrik in Lingen geladen. Weiterlesen

Bonn will nicht gegen Transporte übers Stadtgebiet vorgehen

Mit der Mehrheit von CDU, FDP und BBB lehnte es der Umweltausschuss der Stadt Bonn ab, sich gegen weitere Atomtransporte durch Bonner Stadtgebiet zu wenden. Der von SPD, Grünen und Linken eingebrachte Antrag regte ein „Bündnis gegen Atomtransporte“ von betroffenen Kommunen an. Hintergrund sind regelmäßig durch Bonn fahrende Züge mit Atommaterial, ohne dass die genauen Zeitpunkte bekannt sind und ohne dass besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Ähnliche Anträge wurden auch in anderen Kommunen eingebracht, teilweise als Bürgeranträge. In Münster wurde ein entsprechender Antrag abgeändert angenommen, auch die CDU sprach sich hier gegen Atomtransporte über das Stadtgebiet aus – allerdings ohne reale Auswirkungen auf die Transportpolitik von Urenco.

Bestätigt: Uranhexafluorid auf brennendem Frachtschiff in Hamburg

Nach einer offiziellen Anfrage im Senat wurde nun bestätigt, dass der brennende Frachter „Atlantic Cartier“ am 1. Mai im Hamburger Hafen auch radioaktive Stoffe geladen hatte. Es waren neben Uranoxid auch 9 Tonnen Uranhexafluorid an Bord, in direkter Nachbarschaft zu leicht entflammbarem Ethanol. Ebenso sollen weitere explosive Stoffe an Bord gewesen sein. Besonders brisant ist, dass Uranhexafluorid nicht mit (Lösch-)Wasser in Berührung kommen darf – sonst entsteht die stark ätzende und tödliche Flusssäure. Die Feuerwehr hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten
vorbildlich verhalten. Sie konnte aber nicht optimal reagieren da sie
nicht mit CO2-Löschmittel in ausreichender Menge ausgerüstet war und
deshalb zuerst eine Teilentladung des Schiffes vornehmen musste. Das
zeigt, dass eine Gefährdung durch Urantransporte überall an …

Brand im Hamburger Hafen – radioaktive Fracht betroffen?

Am Abend des 1.Mai kam es zu einem Großbrand an Bord des Containerschiffes „Atlantic Cartier“. Das Schiff transportierte Autos und mehrere 100 Container, darunter auch unterschiedliche Gefahrstoffe, die teilweise vor den Löscharbeiten erst an Land gebracht werden mussten. In der Vergangenheit wurde auch häufiger Uranhexafluorid mit diesem Schiff von Gronau in die USA über den Hamburger Hafen transporiert. Ob auf dem Schiff zum Zeitpunkt des Brandes Uranhexafluorid war, ist bis jetzt noch unklar.

Hier die Pressemitteilung vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke Gruppe aus Hamburg.

Atomkraftgegner_innen in Sorge: War auch Uranhexafluorid unter den
Gefahrstoffen auf der brennenden „Atlantic Cartier“?

Reederei und Schiff sind für atomare Frachten bekannt Weiterlesen

Urananreicherungs-Zentrifugen-Produzent ETC stoppt nach tödlichem Unfall Produktion

Nach dem tragischen Unfall, bei dem vergangene Woche zwei Mitarbeiter der Urenco-Tochter ETC (Enrichment Technology Company) in der Urananreicherungsanlage Almelo ums Leben kamen, hat die Produzentin von militärisch extrem sensiblen Urananreicherungs-Zentrifugen ETC nach Informationen niederländischer Medien und der Nachrichtenagentur Reuters schon am Sonntag, 31. März, die Produktion an allen Firmenstandorten gestoppt. Zunächst hatten Firmensprecher Konsequenzen für andere Standorte noch ausgeschlossen. Betroffen von dem Produktionsstopp sind damit auch die ETC-Standorte in der Urananreicherungsanlage Gronau sowie am Forschungszentrum Jülich.

Warum zieht ETC derart umfassende Konsequenzen? Liegt dem tödlichen Unfall …

ANF beantragt Atomtransporte über Bremen

Bremen hat seine Häfen für Atomtransporte (Kernbrennstoffe) per Gesetz gesperrt.
Jetzt machen die Betreiber der Brennelementefabrik in Lingen (ANF) und das Transportunternehmen NCS Druck auf den Bremer Senat. Sie wollen das neue Gesetz zu Fall bringen und haben Ausnahmegenehmigungen beantragt, um doch wieder Brennelemente und andere radioaktive Materialien über die Bremener Häfen verschiffen zu können. Die ANF aus Lingen ist dabei die einzige Firma in Deutschland, die Brennelemente herstellt und sie daher exportieren will. Deshalb braucht sie Umschlaghäfen. Derartige Ausnahmegehmigungen würden das Gesetz zur Sperrung des Hafens für Atomtransporte völlig ad absurdum führen.

Mehr dazu:
taz-Bremen
Radio Bremen  …

EON-Chef Bernotat: In 2009 noch ein Uranmülltransport nach Russland – dann läuft Vertrag aus!

Die Urananreicherungsanlage Gronau und die Urenco standen heute im Brennpunkt der EON-Hauptversammlung in Essen. Dabei ergaben sich mehrere interessante Punkte:

1. Die Verträge zum Uranmüllexport in Russland laufen zum 31.12.2009 aus. Bis dahin soll noch ein weiterer Uranmülltransport von Gronau nach Russland rollen. Wir rechnen mit einem weiteren Uranmülltransport Ende Mai/Anfang Juni. Ob der nach Russland oder Frankreich rollt, ist noch offen.

2. Alles nach Russland transportierte Uran bleibt dort, da es „Wertstoff“ und kein Atommüll sei. Das Wort Müll geht EON und RWE nicht über die Lippen.

3. Die Urenco liefert 10% ihres angereicherten Urans in die Brennelementefabrik Lingen. Der Rest geht vor allem in die USA, nach Schweden, Großbritannien, Spanien, Südafrika und Südkorea.

4. EON stelle an die Lieferanten von Uran festgelegte Mindeststandards in Sachen Umweltschutz und Menschenrechte. Welche Standards die Urenco festlege, wisse man nicht, weil die Urenco eine selbstständige Firma sei. EON-Chef Bernotat …

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