Am 24.2. ist Aktionstag gegen Urantransporte, am 13.3. gibt es in Hamburg eine Informationsveranstaltung zu Atomtransporten.

Das internationale Antiatom-Sommercamp in Narbonne im August 2018 bietet dann die Möglichkeit einer Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit und der Gestaltung des Widerstandes zu diesem Thema.

Erste Einladung zum Sommercamp

Liebe Anti-Atom-AktivistInnen, -Gruppen und Interessierte,

wir möchten Euch hiermit herzlich einladen, Euer Wissen, Eure Erfahrungen, und das bereichernde Gefühl des Widerstandes beim internationalen Anti-Atom-Sommercamp nahe Narbonne, Frankreich, vom 6.-12. August 2018 zu teilen.

Unsere Gruppe besteht aus unabhängigen Anti-Atom-AktivistInnen aus der ganzen Welt und unser Ziel ist es, ein Treffen für internationale Vernetzung und die Verbreitung von Wissen und Erfahrungen über Anti-Atom-Themen zu organisieren. Zudem wünschen wir uns dabei, das aufregende Erlebnis eines Sommercamps mit dem Spaß während der dort gemeinsam verbrachten Zeit zu verknüpfen.

Das Sommercamp gliedert sich in zwei Hauptthemen:

Das erste Hauptthema ist die Uran-Konversionsfabrik der Firma Orano (früher als Areva bekannt) in Narbonne-Malvési. Wir denken, es ist wichtig, die lokalen Anti-Atom-Gruppierungen zu unterstützen und Erfahrungen über die Probleme im Uran-Konversionsprozess sowie bei der Lagerung von radioaktivem Müll zu teilen. Während des Camps wird es mindestens einen Aktionstag gegen die Atomindustrie in Narbonne bzw. in
der Nähe von Narbonne geben.

Das zweite Hauptthema sind Sicherheitsprobleme beim Transport von Uran und seinen Nebenprodukte, weiter über die atomare Brennstoffspirale
hinaus bis hin zum radioaktivem Atommüll.

Zwischendurch werden wir Euch im Programm genügend Zeit und Raum geben, um gemeinsame Erfahrungen und Wissen teilen zu können und um anstehende Projekte und Kampagnen vorzubereiten. Wir möchten auch gerne einen Raum für informelle Treffen, künstlerischen und kreativen Austausch, Siestas und kleine Feste bieten. Wir hoffen, örtliche Musikbands für uns zu gewinnen, an einem der Abende auf dem Gelände des Sommercamps für uns zu spielen. Zudem bieten wir Euch abends die Möglichkeit, Filme von Eurer Anti-Atom-Arbeit zu zeigen (Bitte bringt Eure Filme mit zum Camp!).

Unser Sommercamp trifft mit dem Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August zusammen. Wir wünschen uns, die Möglichkeit damit wahrzunehmen an die hohe Todeszahl der Atombombenabwürfe zu erinnern und auf die Gefahren eines atomaren Krieges hinzuweisen.

Wir benötigen noch Unterstützung bei Workshops zu Anti-Atom-Themen, Vorträgen und Diskussionsrunden. Jede(r) von Euch ist hiermit herzlich willkommen, seine eigenen Workshops und Präsentationen zu Anti-Atom-Themen anzubieten. Wir hoffen, dass viele der TeilnehmerInnen ihre Anti-Atom-Kämpfe oder Anti-Atomstrategien ihrer Region vorstellen können. Zudem suchen wir Unterstützung, damit unsere gemeinsamen Aktionstage erfolgreich sind.

Für das Sommercamp werden wir unsere Infrastruktur in einem Olivenhain aufbauen, wie z.B. Komposttoiletten, Solarduschen, unsere Gemeinschaftsküche usw. Wir haben den Anspruch, (nichtprofessionelle) Flüster-Übersetzungen in den Workshops und in den Präsentationen für Spanisch, Französisch, Englisch und andere Sprachen anzubieten – mit Eurer Hilfe.

Das Campgelände befindet sich auf einer schönen Fläche weniger als 10 Kilometer entfernt von Narbonne am Mittelmeer. Jedoch ist die im Sommer auftretende Hitze und Trockenheit ein Anlass zur Besorgnis für die Region, weil die kleinen Bäume nur wenig Schatten bieten und damit das Risiko eines Waldbrandes groß ist. Deswegen sollten alle TeilnehmerInnen verantwortungsvoll handeln und das Risiko eines Feuers auf dem Gelände minimieren. Bei der Vorbereitung des Camps würde es uns helfen, wenn Ihr Sonnenschirme, Sonnensegel und Feuerlöscher mitbringt, falls ihr über derartiges verfügt.

Um einen Teil der Campkosten zu decken, erheben wir eine tägliche Gebühr für unser gemeinsames Essen, das genutzte Wasser und andere Ausgaben von jedem der TeilnehmerInnen. Die Höhe nennen wir Euch in einem der folgenden Einladungsschreiben. Wenn Du Dich gerade in einer schwierigen finanziellen Situation befindest, kannst Du uns gerne nach einem reduzierten Beitrag fragen. Wenn Du unser Sommercamp aus innerhalb Europas besuchen kommst, wünschen wir uns von Dir, bitte NICHT das Flugzeug für Deine Reise zu benutzen!

Bitte bringe Deine Zelte, Schlafsäcke, Musikinstrumente und gerne auch selbstorganisierte Kleinkunst zu diesem Sommercamp mit. Wenn es Dir möglich ist, größere Gruppenzelte oder Sonnensegel mitzubringen, wären wir sehr froh, wenn wir dies vorher von Dir erfahren. Siehe unsere Kontaktinfos weiter unten.

Bitte reiche diese Einladung zum Internationalen Anti-Atom Sommercamp 2018 in Deinem Umfeld weiter!

Diese Einladung ist eine erste Ankündigung. Es werden bald mehr detailliertere Informationen zu unserem Camp, dem Programm, den Zielen, Örtlichkeiten und mehr in den kommenden Monaten von uns bekanntgegeben.

Wenn Du am Camp interessierst bist oder es unterstützen willst, trete bitte mit uns in Kontakt über die folgende E-Mail-Adresse:

    camp2018 AT nuclear-heritage DOT net

Anmeldungen mit Angabe der Anzahl der TeilnehmerInnen und der Anwesenheitstage auf dem Camp sende bitte an:

    camp-registration AT nuclear-heritage DOT net

Solidarische Grüße von den Anti-Atom-Sommercamp-OrganisatorInnen!

P.S.: Nachtrag zu Orano (früher Areva) in Narbonne-Malvési:

Die Uran-Konversionsfabrik Narbonne-Malvési (3 km entfernt von der Innenstadt Narbonnes) soll in den nächsten Jahren 21.000 Tonnen Urantetrafluorid (UF4) produzieren. Zudem will sich Orano mit dem Verdampfen von flüssigem radioaktiven Müll in die Atmosphäre in einem neuen angeblich „sauberen“ Verfahren neue Wege zum Geldverdienen erschließen. Und Orano will dieses neue Verfahren an andere Firmen verkaufen bzw. lizensieren. Orano hat bereits jetzt für die nächsten 40 Jahre die Erlaubnis erhalten, radioaktive Gase aus mehr als 350.000 m³ flüssigem Atommüll in die Atmosphäre zu pusten. Die Gesundheitsrisiken für Flora, Fauna und die Menschheit sind ernst zu nehmen und gefährlich.